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Raus aus der Komfortzone

Frank Schultes, "Meister" in facebook
Frank Schultes, "Meister" in facebook

Warum nicht mal das Heft aus der Hand geben? Die Unternehmerinnen des Netzwerkes women-together in Pfaffenhofen wollten eine Facebook-Schulung. Ich bin ein großer Fan von: „Haben wir Fähigkeiten in den eigenen Reihen?“ Die Antwort darauf war ein klares „JA!“. Frank Schultes, der Büroleiter unserer Fahrschule, ist sozusagen unser Meister in facebook.

 

Mach DU mal - Vertrauen erforderlich

Normalerweise kümmert sich Frank im Büroalltag hauptsächlich um Termine, Organisation, meinen Internet-Auftritt und auch um die sozialen Netzwerke. Genau darin ist Frank so fit, dass er das Facebook-Seminar übernommen hat. Eigentlich ohnehin ein Thema für ihn – aber als Referent? Dass Frank sich gut vorbereitet, wusste ich. Aber wie würde er sich als Vortragender machen? Ich habe ihm vertrauensvoll die Bühne überlassen und war selbst ganz gespannt, wie er sich in dieser neuen Rolle so schlägt.

Mitarbeiter wachsen an neuen Aufgaben

Kurzum: Es lief super! Frank führte anschaulich und souverän durch das Thema, bezog die Kursteilnehmer mit ein, blieb auch bei den zahlreichen Fragen immer ruhig und verständlich, fand immer zurück zu seinem roten Faden oder stellte die Fragen hinten an, um sie an passender Stelle zu beantworten. Die Lobesdusche am Ende hatte er sich wirklich verdient! Das tut jedem gut – Mitarbeiter wachsen an solchen neuen Aufgaben. Man muss ihnen nur auch die Chance geben, ihre eigenen Fähigkeiten selbst zu entdecken und auch mal etwas Neues auszuprobieren.

Wichtig: Fehlerkultur vorab klären!

Aber Achtung: keine halben Sachen! Wer einem Mitarbeiter eine neue Aufgabe zutraut, sollte ihn auch wirklich tun lassen. Soll heißen: Verantwortung übertragen, dann aber komplett. Das kann ein bestimmtes zeitlich begrenztes Projekt sein, zum Beispiel die alleinige Verantwortung für einen Messeauftritt. Klar, es kann auch schief gehen. Wichtig ist dabei, wie im Unternehmen mit Fehlern umgegangen wird. Dann sollten daher unbedingt zwei Dinge geklärt werden: Erstens, was kostet es, wenn das „Experiment“ daneben geht. Zweitens, was tut der Mitarbeiter, damit der Fehler nicht wieder passiert.

Raus aus der Alltags-Tretmühle

Der Mitarbeiter wächst, und zwar nicht nur über seine ursprüngliche Rolle hinaus. Es geht um viel mehr: Persönlichkeitsentwicklung, Motivation, neue Herausforderungen. Das klappt allerdings nicht, ohne die Komfortzone zu verlassen. Gewohnte und vertraute Verhaltensmuster verlassen um sich auf Neues einzulassen ist richtig, richtig anstrengend! Aber es lohnt sich: Schon kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben. Es beginnt immer bei einem selbst, ganz gleich ob Einzelpersonen, Teams oder Unternehmen.

Entlastung durch Loslassen

Begeisterte Seminar-Teilnehmerinnen
Begeisterte Seminar-Teilnehmerinnen

Als ich meinem Büroleiter die Seminarleitung übergeben hatte, haben wir beide gewonnen. Während Frank extrem motiviert an die Sache heran ging und dabei viel Lob für seinen Einsatz erhalten hat, war ich einfach nur entlastet, da ich mich nicht auf die vielleicht aufwändige Suche nach einem externen Referenten machen musste. Entlastung durch Loslassen - Wer das erkannt hat und umsetzt, kann enorm gewinnen! Allerdings ist das für manche Führungskräfte aber leichter gesagt als getan. Auch Aufgaben und Verantwortung abgeben will gelernt sein. In meinen Seminaren und Workshops kann ich Ihnen dabei helfen, auch in Ihrem Unternehmen schlummernde Talente zu entdecken und gezielt zu fördern. Probieren Sie es aus: Ihre Mitarbeiter können meist mehr, als Sie (und die Mitarbeiter selbst) denken!

 

Ihre

Verena Fleischmann

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